Bischöfe würdigen Notfallseelsorge

01. April 2017

Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister und der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle haben den Einsatz der bundesweit rund 7.500 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Notfallseelsorge gewürdigt. „Sie werden gerufen, um gezielt auf akute Not zu reagieren – mit Schweigen, Hinhören, Reden“, sagte der evangelische Bischof Meister am Freitag anlässlich eines bundesweiten Notfallseelsorge-Kongresses in Hannover. Der katholische Bischof Trelle dankte in dem Gottesdienst in der zentralen Marktkirche den Seelsorgerinnen und Seelsorgern für ihre Verlässlichkeit und den Mut, bei den Menschen zu sein, wenn deren Not am größten sei.

Mit der Notfallseelsorge hätten die Kirchen eine besondere Aufgabe im System der Rettungsdienste, sagte Meister. „Wir bleiben den Menschen nah und bieten einen Raum für Schrecken und Entsetzen, den sonst keiner bietet.“ Die Notfallseelsorger fragten die von einem Unglück betroffenen Menschen zuallererst nach ihren Bedürfnissen. „Das lässt dem anderen Menschen seine Entscheidungsfreiheit und seine Selbstbestimmung“, sagte er. „Sie als Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger begleiten Menschen in ihrer Handlungsfähigkeit, bis sie selbst wieder eine Orientierung finden.“

Dabei sei es wichtig, dass die Helfer auch wachsam für ihre eigenen Grenzen blieben, erläuterte der Bischof. An dem Kongress im Hannover Congress Centrum nehmen noch bis zum Sonnabend rund 550 Notfallseelsorger sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten und Feuerwehren teil. Das erstmals in Niedersachsen stattfindende Treffen wurde von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dem katholischen Bistum Hildesheim gemeinsam organisiert.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2017/04/2017_04_01_1

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