Dabei sind Klaus Douglass sowie das ehemalige und das neue GoSpecial-Team. Beginn ist mit einem Jubiläums-GoSpecial mit Kindergottesdienst um 10:30 Uhr. Danach ist viel Zeit für gemeinsames Feiern, für Begegnung und Gespräch bei Sektempfang und Mittagessen. Ab 14 Uhr gibt es spannende Rückblicke, Geschichten und Spaß. Wer dabei sein möchte, ist dazu eingeladen!
Es war im Dezember 1995, als der erste GoSpecial der Andreasgemeinde gefeiert wurde und damit auch einer der ersten dieser neuartigen Gottesdienste in Deutschland. Das Angebot richtete sich insbesondere an Menschen, die der Kirche distanziert gegenüberstehen und die eher selten einen Gottesdienst besuchen: Rock und Pop statt Kirchenlieder, Theater statt Lesung, Moderation statt Liturgie, spannende Themen sowie Frage und Antwort statt Predigt.
Klaus Douglass war damals Pfarrer der Gemeinde. Er hatte Kai Scheunemann, von Beruf Diplom-Theologe, gebeten, bei diesem ersten GoSpecial als externer Berater anwesend zu sein. Das war sein beruflicher Einstieg in die Gemeinde: Kai Scheunemann war als einer der beiden pastoralen Leiter der Gemeinde von 1996 bis 2016 für die Organisation des GoSpecial zuständig. Anschließend leitete Pfarrer Karsten Böhm das Team.
Von Anfang an hatte der GoSpecial offenbar einen Nerv getroffen. Schon der erste Gottesdienst wurde von rund 140 Menschen besucht. Nach nur einem Jahr konnte mit 440 Besuchern im Bürgerzentrum Niederhöchstadt gefeiert werden. Ab April 1997 wurden zwei GoSpecials hintereinander veranstaltet, und schließlich, drei Jahre lang, drei dieser Gottesdienste in Folge.
Ab Dezember 2002 wurden die GoSpecials im Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum gefeiert. Auftakt war ein Mitternachts-GoSpecial um 24 Uhr vor dem Start des Films „Herr der Ringe“. Danach hatte es sich in der Gemeinde etabliert, zehn Mal jährlich zum GoSpecial einzuladen. Ebenfalls viel Beachtung fand die Fernseh-Übertragung eines GoSpecials im ZDF im April 2016.
Tausende haben die GoSpecials besucht, und hunderte haben dafür gearbeitet. „GoSpecial lebt vom Ehrenamt,“ sagt Pfarrer Karsten Böhm. „Im Laufe der letzten 30 Jahre haben sich mehrere Hundert Menschen bei GoSpecial ehrenamtlich engagiert. Das wollen wir an diesem Jubiläum feiern“. Und Kai Scheunemann erinnert sich: „Auch wenn zeitweise 40 bis 60 Mitarbeiter pro GoSpecial aktiv waren – wir waren immer offen für neue Mitarbeitende und ihre Ideen. Und wenn man sich vorstellt, dass viele der Mitarbeitenden bei einem GoSpecial-Sonntag acht bis zwölf 12 Stunden aktiv waren, um die drei GoSpecials nacheinander zu bespielen, bin ich immer noch voller Hochachtung und sprachlos.“
Mit der Corona-Pandemie 2020 musste die Reihe der GoSpecials abgesagt werden. Ein Online-Gottesdienst, der unter der Woche produziert wurde, ersetzte den Sonntagsgottesdienst vorübergehend. Auf die Dauer konnte die Gemeinde dieses zusätzliche Angebot nicht aufrechterhalten.
Die GoSpecials wurden wieder aufgenommen. Scheunemann: „Doch diese Form des Gottesdienstes orientierte sich an den Erwartungen der Boomer und der Generation X. Die heute Zwanzig- bis Vierzigjährigen erreichen wir damit nicht.“ Die Gemeinde habe deshalb etwas Neues entwickelt.
Die 1970 gegründete Andreasgemeinde in Eschborn-Niederhöchstadt, Langer Weg 2, ist eine Gemeinde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ihr gehören gegenwärtig rund 1.800 reguläre Mitglieder an, ihr Pfarrer ist Karsten Böhm. Die Andreasgemeinde will sich insbesondere auch an Menschen richten, die der Kirche fernstehen. Vielen Kirchengemeinden in Deutschland dient sie heute als Vorbild. Der 1994 gegründete Gemeindeaufbauverein finanziert zehn zusätzliche (Teilzeit-)Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.andreasgemeinde.de.