Jugendreferentin Laura Weber verlässt das Dekanat Kronberg

veröffentlicht 01.04.2026, Dekanat Kronberg

Jugendreferentin Laura Weber verlässt das Evangelische Dekanat Kronberg. Verabschiedet wird sie am 16. April um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche Oberhöchstadt.

Die 30-Jährige war fast vier Jahre als Jugendreferentin und zuvor bereits als ehrenamtliche Teamerin im Dekanat tätig. Die Evangelische Jugend im Dekanat Kronberg ist nicht nur der größte Anbieter von Kinder- und Jugendfreizeiten im Main-Taunus-Kreis, sondern bildet jedes Jahr auch viele Jugendliche zu Teamern aus. Und zwar auch für die Kirchengemeinden, damit sie dort bestmöglich eingesetzt werden können, wie etwa bei der Arbeit mit Konfirmand:innen. Insgesamt sind es zwischen 75 und 100, die aktuell noch aktiv sind. Etwa 50 pro Jahr begleiten Freizeiten oder organisieren mit Weber zusammen die Seminare, in denen der Nachwuchs ausgebildet wird. 

„Am wichtigsten waren mir bei meiner Arbeit immer die Ehrenamtlichen und dass Jugendliche Räume bekommen und gehört werden. Denn die vielen hoch engagierten Jugendlichen und jungen Erwachsenden machen die Angebote im Dekanat überhaupt erst möglich“, erklärt Weber. „Zum einen spricht sich die besondere Gruppenatmosphäre herum und unsere Teamer:innen bringen Freunde mit, die auch Freizeiten begleiten möchten.  Viel entscheidender für die Motivation ist aber die Einbindung der Teamer:innen. Das ist schon immer das Besondere am Konzept der Dekanatsfreizeiten und -veranstaltungen. Die Jugendlichen haben bei uns Erprobungsräume, werden ernst genommen, lernen Verantwortung zu übernehmen und können sich auf den Freizeiten wirklich einbringen“, erzählt sie weiter. „Ein verbreitetes Bild der aktuellen Jugendlichen ist ja, dass sie faul, desinteressiert und egoistisch seien. Bei meiner Arbeit hier habe ich das absolute Gegenteil erlebt. Die Jugendlichen sind wahnsinnig interessiert, bringen tolle eigene Ideen ein und genießen es, ernst genommen zu werden“, betont sie. 

„Bei den Seminaren und Freizeiten gehört es hier auch zum Konzept, dass die Teilnehmenden nicht nur eine gute, sondern auch eine wertvolle Zeit haben. Dazu gehört es auch, dass wir jederzeit ein offenes Ohr für sie haben. Das liegt mir persönlich auch sehr am Herzen. Es ist gelebte Nächstenliebe, für andere da sein. Als erwachsene Ansprechperson außerhalb des Systems, wo auch Druck vorhanden ist. Hier darf man einfach sein. Bei uns sind alle willkommen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion usw. Das ermöglicht einen ganz anderen Zugang zu den Jugendlichen“, ergänzt Weber. Fehlen werde ihr eben dieses Netzwerk der Ehrenamtlichen im Dekanat: „Viele habe ich über Jahre begleitet, gesehen, wie sie erwachsen geworden sind und jetzt ihren Platz in der Welt finden“.

Der Abschied fällt Weber daher nicht leicht, dennoch freut sie sich auf neue berufliche Wege. „Während des Studiums und danach habe ich mehr als sechs Jahre in Darmstadt gelebt und die Stadt ist für mich zu meinem Zuhause geworden. Jetzt hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, dorthin zurückzukehren“, erklärt sie. Bis die Dekanatsjugend hauptamtlich wieder besetzt ist, wird es Übergangsregelungen für die Begleitung der Dekanatsjugend geben.