Melanie Khalil in Kriftel zur Pfarrerin ordiniert

veröffentlicht 23.02.2026, Dekanat Kronberg

Am Samstag, 21. Februar 2026, wurde Pfarrerin Melanie Khalil in der Auferstehungskirche durch Propst Oliver Albrecht ordiniert und in ihren Dienst für die Auferstehungsgemeinde Kriftel eingeführt.

Die 39-Jährige hatte sich nach zehn Jahren Tätigkeit als Architektin dafür entschieden, noch einmal neue Wege zu beschreiten und Theologie zu studieren. Inzwischen hat sie ihr Vikariat in der Erlöserkirchengemeinde in Bad Homburg absolviert und nun ihre erste Pfarrstelle in Kriftel angetreten. Gemeinsam mit ihrer Familie wird sie zunächst in Frankfurt wohnen bleiben. 

Propst Oliver Albrecht gab Pfarrerin Khalil den 119. Psalm mit auf den Weg: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“. Gott sei jetzt auf ihrem Weg, der vor ihr liege, da und leuchte ihr den Weg. „Es tut gut, im Hier und Jetzt zu leben und die Sorgen an die Zukunft Gott zu überlassen, so Albrecht. Tun sie eins nach dem anderen. Schritt für Schritt. Es liegen viele Herausforderungen vor ihnen. Aber der göttlichen Taschenlampe geht niemals die Batterie aus, denn sie wird von himmlischer Kraft betrieben“, betonte er. 

„Hat Ihnen schon mal jemand gesagt: »Mach dir keine Sorgen!“«, begann Khalil ihre Predigt. Aber nicht an die Sorgen zu denken, funktioniere meist nicht wirklich. Sie selbst habe auch Sorgen. Denn gleichzeitig mit ihrem Start in Kriftel wurde der Adoptionsantrag, den sie und ihr Mann gestellt hatten, bewilligt, und ihre kleine Tochter ist bei ihnen eingezogen. Mit der riesigen Freude darüber mische sich auch die Sorge, wie der Spagat zwischen Fläschchen, Windeln und Gottesdiensten zu schaffen sei. „Und gleichzeitig erlebe ich hier in dieser Auferstehungsgemeinde etwas Unglaubliches: Eine lebendige, engagierte, herzliche Gemeinde. Zwei Jahre Vakanz – und das Gemeindeleben ist nicht eingeschlafen, sondern gewachsen. So viel Unterstützung, so viel Verständnis. Das ist alles andere als selbstverständlich“, so Khalil. Die Antwort darauf, was wirklich gegen Sorgen helfe, beschreibe Jesus in seiner Bergpredigt. Dabei gehe es vor allem um Gottvertrauen und um einen Perspektivwechsel: „Nicht die Sorgen sollten im Mittelpunkt stehen, sondern Gott. Den Blick weg von dem, was mich ängstigt – und hin zu dem, der mich trägt. Hin zu dem König, dem ich voll und ganz vertrauen kann“.  Sie selbst habe in ihrem Leben immer wieder auf Gott vertraut, der ihr auch bei schwierigen Entscheidungen wie dem Berufswechsel den Weg gewiesen und ihr Kraft gegeben habe.