Aufgewachsen ist der 29-Jährige in Rodalben in der Pfalz, das Theologiestudium absolvierte er in Mainz, das anschließende Vikariat im rheinhessischen Wörrstadt und Rommersheim. In Rodalben erlebte er das engagierte Pfarrerehepaar Helms in ihrer sehr lebendigen Kirchengemeinde. „Kinderchor, Kindergottesdienst und dann die Konfirmandenzeit, das alles hat mich davon überzeugt, selbst Pfarrer werden zu wollen. Es gab ein Kindermusical, wo der ganze Ort nicht nur im Publikum saß, sondern auch viele beim Aufbau, der Technik usw. mit angepackt haben“, erzählt Rindermann.
Das Besondere am Pfarrberuf ist für ihn: „Die Flexibilität, die Möglichkeit, in der Gemeinde zu schauen, was die Anliegen und Themen sind, die oben auf liegen und dann zu entscheiden, was man daraus macht. Dass kein Tag wie der andere abläuft. Jedes Gespräch, jede Begegnung anders ist“, erklärt er. „Ich werde so oft mit sehr viel Offenheit und Freundlichkeit empfangen“, so Rindermann. „Ich hoffe sehr, dass das positive Bild vom Pfarrberuf weiter bewahrt bleiben kann. Dafür werde ich mir auf jeden Fall Mühe geben“, ergänzt er.
„Kirche ist immer noch relevant. Durch die Begleitung der Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten gibt sie viel Halt und Sinn“, betont er. „Diese Arbeit mit den Menschen ist auch mein Hauptanliegen. Wir begleiten sie in wichtigen Momenten. In traurigen und glücklichen. Kirchengemeinde ist immer noch ein Ort, wo ich Glauben leben und mich über ihn austauschen kann. Und ich möchte auch in Zeiten des Umbruchs zeigen, dass Kirche weiterhin Leben vor Ort bedeutet und für die Menschen da ist“, so Rindermann weiter.
Pfarrer Peter Rindermann ab 1. August im Dienst
Nach Pfarrerin Heike Schuffenhauers Eintritt in den Ruhestand wurde die Stelle in der Talkirchengemeinde auf eine halbe reduziert. Peter Rindermann wird daher mit einer halben Stelle zusätzlich die Pfarrkollegen Patrick Smith und Timo Winzler im Nachbarschaftsraum Kelkheim-Eppstein unterstützen. Daher wird er seine Kapazitäten für die Talkirchengemeinde gut einteilen. „Ich werde daher schauen, was es schon gibt und wo ich mich einbringen kann. Zumal die Gemeinde besonders aktiv und lebendig ist. Heike Schuffenhauer hat hier enorm viel aufgebaut und die Gemeinde in den über 30 Jahren natürlich sehr geprägt. Das wird für alle eine Umstellung werden“, erklärt Rindermann.
In seiner Freizeit ist er gerne sportlich unterwegs und könnte sich auch vorstellen, eines seiner Hobbies – das Bouldern – auch mal mit Konfirmanden auszuprobieren. „Denn da geht es um Selbstüberwindung und Vertrauen in sich selbst“, so Rindermann. „Oder eine Wanderung mit Lamas oder Alpakas – das würde ich auch gerne mal ausprobieren“. Außerdem habe er gehört, dass in Eppstein ein Angebot für junge Leute nach dem Konfirmandenalter gewünscht sei und da würde er gerne ansetzen. Aber zunächst einmal steht für ihn das Ankommen im Nachbarschaftsraum auf dem Programm – sobald die Renovierung abgeschlossen ist, wird er dann auch mit seiner Partnerin in das Pfarrhaus in der Eppsteiner Rossertstraße einziehen.